Waldemar Rubas

Lithograph. Widerstandskämpfer gegen das NS-Regime. Hingerichtet.

* 1906    † 1944

 

Lebenslauf

Waldemar Rubas wurde am 24.1.1906 in Wien geboren. Er arbeitete als Lithograf. 1924 schloß er sich der sozialdemokratischen Arbeiterpartei Österreich an und war für den Vorwärts-Verlag tätig.

Widerstand, Verhaftung, Todesurteil

Am 23. 6. 1941 wurde Waldemar Rubas verhaftet und am 9. 11. 1942 gemeinsam mit Anna Muzik, Katharina Odwody und Karl Tomasek (alle hingerichtet) zum Tode verurteilt. Am 11.1.1944 erfolgte seine Hinrichtung im Landesgericht I in Wien.

Aus dem Urteil

„Der Angeklagte Rubas wurde von Otto Kales Ende 1939 zur Mitarbeit für die KPÖ angeworben. Auf seine Anregung bildete er um die Jahreswende 1939/40 in der Druck- und Verlagsanstalt ’Vorwärts‘ eine kommunistische Zelle und warb hierfür 4 Arbeiter des Betriebes an. Ihre Beiträge, denen er seinen Monatsbeitrag von 2. – bis 3. – RM beilegte, führte er monatlich bis Ende Oktober 1940 an Kales ab. Es waren dies jedes Mal insgesamt 6. – bis 7. – RM. Im Frühjahr 1940 lernte er den Leopold Tomasek, Karl Tomašek, Anna Muzik, Franz Plöbst und den inzwischen verstorbenen Otto Benedikt kennen und schloss sich ihrer Gruppe an.“

Gedenkort - Landesgericht für Strafsachen Wien

Im ehemaligen Hinrichtungsraum des Landesgericht für Strafsachen Wien findet sich sein Name auf einer der Gedenktafeln.

Gedenkort - Gruppe 40, Zentralfriedhof

In der Gruppe 40 wurden die im Wiener Landesgericht Hingerichteten beerdigt. 2013 wurde die Gruppe 40 zur Nationalen Gedenkstätte erklärt.

Quellen und Bildnachweise

  • Willi Weinert, "Mich könnt ihr löschen, aber nicht das Feuer". 4. Auflage Wiener Stern Verlag, 2017
  • Bild Fallbeil/Guillotine: Leihgeber Kurt Brazda
  • Andere Bildrechte: Angabe bei Anklicken des Bildes (Bildinformation)
  • Andere Bilder: Privatbesitz oder Verein Zur Erinnerung

Porträt erstellt von Jürgen Heimlich, Verein Zur Erinnerung, auf Basis der angegebenen Quellen.

Weiterführende Informationen

  • DÖW Katalog zur permanenten Ausstellung. Hg. v. Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands, Wien 2006
  • Wolfgang Neugebauer, Der österreichische Widerstand 1938-1945, Wien 2008
  • Die Geschichte des Grauen Hauses und die österreichische Gerichtsbarkeit, Wien 2012
  • DÖW (Hg.) Widerstand und Verfolgungen in den österreichischen Bundesländern (Wien, Burgenland, Oberösterreich, Tirol, Niederösterreich, Salzburg), Wien 1975-1991
  • Heinz Arnberger, Claudia Kuretsidis-Haider (Hg.) Gedenken und Mahnen in Niederösterreich. Erinnerungszeichen zu Widerstand und Verfolgung, Exil, Befreiung, Wien 2011
  • Brigitte Bailer, Wolfgang Maderthaner, Kurt Scholz (Hg.), „Die Vollstreckung verlief ohne Besonderheiten“, Wien
  • Herbert Steiner, Gestorben für Österreich. Widerstand gegen Hitler. Eine Dokumentation, Wien 1995
  • Herber Steiner, Zum Tode verurteilt: Österreicher gegen Hitler. Eine Dokumentation, Wien 1964
  • Willi Weinert, „Mich könnt ihr löschen, aber nicht das Feuer“. Biografien der im Wiener Landesgericht hingerichteten WiderstandskämpferInnen gegen das NS-Regime. Ein Führer durch die Gruppe 40 am Wiener Zentralfriedhof. 4. Auflage Wiener Stern Verlag 2017
  • Lisl Rizi, Willi Weinert, „Mein Kopf wird euch auch nicht retten“. Korrespondenzen österreichischer WiderstandskämpferInnen aus der Haft. 4 Bände. Wiener Stern Verlag 2016

Web-Hinweise


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